Die Menschheit ist hier

Stückentwicklung nach einer wahren Begebenheit

Lukas Joshua Baueregger, Marco Süß

Wie sähe unser Leben aus, wenn bei uns Krieg herrschte? Wenn niemand mehr auf die Straße gehen könnte, ohne verhaftet zu werden oder dabei sein Leben zu riskieren? Wenn es keine Aussicht auf eine gute oder hoffnungsvolle Zukunft gäbe? Für uns ist das nur schwer vorstellbar, aber für andere Menschen die alltägliche Realität. Sie können uns davon berichten und wir können durch ihre Geschichten dazulernen.
"Die Menschheit ist hier" ist so eine überlieferte Geschichte, die wir erzählen wollen. Die Umstände und die Ursachen von Flucht sind heute immer noch dieselben – wie damals, 1980, als ein Jugendlicher seine Familie und seine Heimat Eritrea verlässt, um das Glück und die Freiheit zu finden. Fasil, so heißt der junge Mann, macht sich mit zwei Freunden auf und will zu Fuß die Sahara durchqueren. Auf dieser langen Reise muss die kleine Gruppe gefährliche Situationen meistern und über die eigenen körperlichen Grenzen hinauswachsen. Mit viel Glück und einigen helfenden Händen schaffen sie es schließlich, gerettet zu werden. Zufällig verschlägt es sie nach Esslingen und sie finden das, was sie sich immer erträumt haben: eine neue Familie und einen Arbeitsplatz. Als Fasil Jahre später seine Mutter und seinen Vater nach Esslingen holen kann, prägt sein Vater aus Erstaunen den Satz: "Die Menschheit ist hier".

Das Klassenzimmerstück wird von einer Theaterpädagogin begleitet, die im Anschluss in einem Geschichtenworkshop eigene Geschichten mit den Schüler*innen erarbeitet. Die Geschichten werden nach dem Projekt in geeigneter Form zugänglich gemacht.