Educating Rita

Willy Russell

Rita ist Angestellte in einem Friseurladen, Mitte Zwanzig und verheiratet. Fest entschlossen, etwas Besseres aus ihrem Leben zu machen, schreibt sie sich für einen Erwachsenenbildungskurs an der Universität ein. Dort trifft sie auf Frank, Professor für Literatur und selbst Poet, der vom Leben enttäuscht Zuflucht im Alkohol sucht. Der jungen Friseurin begegnet Frank zunächst skeptisch: Denn was Rita für gute Literatur hält, sind für ihn Groschenromane. Doch mit der Zeit beginnt er Rita für ihren gesunden Menschenverstand und ihre Lebensfreude zu bewundern. Bald kreisen die Gespräche der beiden neben Literatur auch um ihren Alltag und ihre Wünsche: Rita kritisiert die Monotonie und Sinnleere im Leben der Menschen aus der Arbeiterklasse, der sie selbst angehört. Den dringlichen Kinderwunsch ihres Mannes lehnt sie ab. Er wiederum missbilligt ihren Wunsch nach Bildung, durch die sie nicht nur ihren Horizont erweitern, sondern vor allem zu sich selbst finden will. Als Rita im Verlauf des Kurses an Selbstbewusstsein gewinnt und beginnt, sich für Theater und Poesie zu begeistern, muss sie erkennen, dass sie sich immer weiter von ihren Freunden und Verwandten distanziert ...
Willy Russell lässt in seiner 1980 uraufgeführten Komödie zwei Welten aufeinanderprallen. „Educating Rita“ ist eine moderne Variation von George Bernard Shaws Stück „Pygmalion“, dessen Musiktheaterfassung unter dem Titel „My Fair Lady“ weltberühmt wurde. Mit seinen fein gezeichneten Figuren gelingt Russell eine sehr menschliche Mischung aus Ernst und Komik.