Spielzeit 2010/11:
› 24 Stunden in der fünften Woche
› Bezahlt wird nicht
› Dantons Tod
› Das Nibelungenlied
› Das Spiel vom Fragen
› Der Zauberer von Oss
› Die große Frage
› Dylan - The Times They Are a-Changin
› Edgar vom Stern
› Fasten Seat Belts oder Viel Glück zum Alltag!
› Faust I
› Jedermann
› John Gabriel Borkman
› Johnny Hübner greift ein
› Kalle Blomquist, Meisterdetektiv
› Klagelied einer Wirtshaussemmel
› Kleiner Mann was nun?
› Lost and Found: Ein Herz und andere Dinge
› Pinocchio
› Pippi außer Rand und Band
› Prinzessin Ulla und die schöne Lau
› Zottelkralle
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God save America
von Biljana Srbljanovic
Der Originaltitel des Stückes lautet “America, Drugi deo”, was so viel bedeutet wie “Amerika, Zweiter Teil” – ein Verweis auf Kafkas Fragment gebliebenen “Amerika”-Roman, den Biljana Srbljanoviæ knapp hundert Jahre nach seiner Entstehung fortschreibt. Auch ihr Hauptheld heißt Karl Roßmann, auch er ist ein Einwanderer auf dem Weg nach unten. Es ist die Umkehrung der Perspektive des (amerikanischen) Traumes, wonach man es vom Tellerwäscher zum Millionär bringen kann. Karl Roßmann schien es geschafft zu haben: ein überdurchschnittlich bezahlter Job, eine Eigentumswohnung im Zentrum von New York, Freunde. Durch einen winzigen Fehler, den er in der Firma begeht, verliert er alles und fällt ins Bodenlose. Die Freunde erweisen sich als hartherzige Egoisten oder einfach nur als Realisten in einer Gesellschaft, in der „Glaube, Liebe, Hoffnung“ fehlen und es jeden als Nächsten treffen kann. Die Bank gewährt keinen Kredit mehr, die Hausgemeinschaft will ihn loswerden, der Kellner weist ihn aus dem Restaurant. Mysteriöse Anrufe in Karls Wohnung machen ihn zudem noch einsamer und heimatloser. Die Autorin bedient sich in ihrem Stück der bitteren Realitäten aber auch klassischer Komödienstrukturen: da platzt beispielsweise in ein Treffen zwischen Karl, seinem Freund Daniel und dessen Geliebter Irene unangekündigt Daniels Frau, da wird Puderzucker an der Nase für Kokain gehalten etc.
„Ich ertrage weder die Kunst noch das Dasein ohne eine gehörige Portion Selbstironie“, hat Biljana Srbljanovic in einem Interview geäußert.
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Premiere: 13.3.2008
Inszenierung: Ingrid Gündisch Ausstattung: Helke Hasse Es spielen: Nadine Ehrenreich, Eva Geiler, Christina-Bettina Pfannkuch, Lothar Bobbe, Frank Ehrhardt, Jürgen Lingmann, Jonas Pätzold, Benedikt Voellmy |
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