Spielzeit 2010/11:
› 24 Stunden in der fünften Woche
› Bezahlt wird nicht
› Dantons Tod
› Das Nibelungenlied
› Das Spiel vom Fragen
› Der Zauberer von Oss
› Die große Frage
› Dylan - The Times They Are a-Changin
› Edgar vom Stern
› Fasten Seat Belts oder Viel Glück zum Alltag!
› Faust I
› Jedermann
› John Gabriel Borkman
› Johnny Hübner greift ein
› Kalle Blomquist, Meisterdetektiv
› Klagelied einer Wirtshaussemmel
› Kleiner Mann was nun?
› Lost and Found: Ein Herz und andere Dinge
› Pinocchio
› Pippi außer Rand und Band
› Prinzessin Ulla und die schöne Lau
› Zottelkralle
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Jugend ohne Gott
nach Ödön von Horváth
ab 14 Jahren
„Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul.“ – Was macht man, wenn man als Lehrer diesen Satz im Aufsatz eines Schülers liest? Durchstreichen, klar. Wenn man aber beim weiteren Nachdenken feststellt, dass dieser Satz schon seit Wochen im Radio zu hören ist? Der Lehrer in Horváths Stück beläßt es bei einer kurzen Bemerkung zu Schüler „N“. Doch die reicht aus, dass sich der Vater des „N“ am nächsten Tag beim Rektor beschwert. Nun nimmt der Rektor den Lehrer beiseite. Beide sind sich einig, dass so viel nachgeplapperte Dummheit und so viel Desinteresse der Jugend skandalös sind, aber schließlich will man seinen Job nicht verlieren.

Über Ostern fährt die Jugend ins Militärlager, der Lehrer mit. Kurz nach seiner Ankunft wird er Zeuge eines Überfalls: ein Mädchen bestiehlt eine alte Frau im Dorf. Ab sofort wird das Lager nachts bewacht. Und so begegnet einer der Schüler, „Z“, nachts diesem Mädchen mit den Diebsaugen: Eva. Von nun an treffen sie sich öfter. Es dauert nicht lang und der Lehrer wird Zeuge ihrer heimlichen Begegnungen. Er hat das ungute Gefühl, nicht der einzige Beobachter des Paares zu sein, aber er scheut die Konfrontation und liest dafür heimlich das Tagebuch des „Z“. Damit löst er eine Lawine aus, die mit Totschlag und Gerichtsprozess endet.
Horváths Roman, auf dem die Spielvorlage basiert, ist Krimi und schonungslose Gesellschaftskritik zugleich.
Aufgrund der anhaltenden Nachfrage zeigen wir diese Inszenierung bereits in der 3. Spielzeit.
weitere Bilder...
Premiere: 30.9.2005
Inszenierung: Marco Süß Ausstattung: Katrin Busching Es spielen: Beatrice Boca, Jördis Johannson, Katja Schaefer (a.G.), Michael Amelung, Martin Frolowitz, Nils Hillebrand, Tammo Messow (a. G.) |
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