Also sprach Barbarossa (UA)

Ein kleinstädtisches „Puppical“

Lothar Bobbe

Die Fußgängerzone einer ganz normalen schwäbischen Kleinstadt: Ein leicht mephistophelischer Einzelhändler will die nur mäßig frequentierte Einkaufsstraße mit Touristen beleben – mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. Da kommt ihm der Bürgermeister gerade Recht, der die Abwesenheit seiner Amtskollegen gerne nutzt, um ein Projekt voranzutreiben, das ihm persönlich sehr am Herzen liegt … Bruno, der Kellner im Café Narziss, hat ein Geheimnis, und Herr Fangarm, sein Chef, ein singendes Auto. Was die beiden außer ihrem Chef-Angestellten-Verhältnis und einer gesunden Portion gegenseitiger Abneigung noch miteinander verbindet, liegt zunächst im Dunkeln. Das Fräulein Sabine aus der Wäscherei gegenüber hat einen Traum: Sie will zum Theater; und der einzige Stammgast des Cafés arbeitet ebendort nicht mehr. Der Zufall will es, dass sich die Schicksale all dieser Figuren stärker miteinander verstricken, als sie selbst es zu träumen gewagt hätten. Oder ist das mehr als Zufall?
Mit viel Humor hat der Schauspieler Lothar Bobbe eine Geschichte geschrieben, die sich im Herzen einer schwäbischen Kleinstadt abspielt – Ähnlichkeiten mit existierenden Städten am Neckarlauf sind natürlich rein zufällig. Neben Ladenleerstand und Umsatzsorgen fordern vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen die Figuren heraus. Doch das Schauspiel-Ensemble steht den Problemen und Problemchen nicht allein gegenüber. Ihnen gehen Puppen zur Hand – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit der Unterstützung des Pianisten und Komponisten Patrick Bopp wird daraus ein „Puppical“ für Erwachsene, ein Puppen-Singspiel der besonderen Art. Happy End inklusive.