Das Tagebuch der Anne Frank

Frances Goodrich, Albert Hackett

Das Tagebuch der Anne Frank
Am 6. Juli 1942 taucht die jüdische Familie Frank im geheimen Hinterhaus an der Prinsengracht – Vater Otto Franks Bürogebäude – in Amsterdam unter. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Niederlande, wohin die Familie 1933 aus Frankfurt geflüchtet war, kann sie dem Verfolgungsdruck nicht mehr standhalten. In dem Hinterhaus haben die Bewohner nur das Nötigste zur Verfügung, das Radio ist die einzige Verbindung zum Rest der Welt. Zwei Jahre lang wohnt die Familie Frank dort auf engstem Raum mit Familie Van Daan – belastet von Angst, Hunger und Gesundheitsproblemen. Über diese Zeit berichtet uns Anne Frank in ihrem Tagebuch, das sie zu ihrem 13. Geburtstag geschenkt bekommen hat. Es handelt sich auf der einen Seite um das Tagebuch eines normalen Mädchens: Anne schreibt über ihre Hoffnungen, Sehnsüchte, über ihre Auflehnung gegen die Eltern, über die erste Verliebtheit, ihre Alltagssorgen und ihre Versuche, die Außenwelt zu begreifen. Auf der anderen Seite liefern ihre Worte ein historisches Dokument über eine fürchterliche Zeit der Weltgeschichte.
Die Kombination dieser beiden realen Ebenen – die Probleme eines Teenagers und die Zeit der Judenverfolgung, des Terrors und des Krieges – erzeugt eine extrem berührende Nähe zum Geschehen, die sowohl Jugendliche als auch Erwachsene fesselt. Die Koproduktion zwischen WLB und Junger WLB zeigt, 75 Jahre nach Anne Franks erstem Tagebucheintrag, ihre Geschichte als großes Ensemblestück.