Die Kirche bleibt im Dorf (UA)

Ulrike Grote

Oberrieslingen und Unterrieslingen liegen mitten im Herzen Schwabens. Doch die ländliche Idylle trügt: Denn zwischen den Nachbardörfern herrscht dicke Luft. Grund dafür sind die Kirche und der Friedhof, die sie sich seit dem Mittelalter teilen müssen – wobei die Kirche im einen Dorf liegt und der Friedhof im anderen. Einen Ausdruck findet die herzliche Feindschaft in einem Schlagloch, das genau auf der Ortsgrenze liegt und zu dessen Beseitigung sich keine der beiden Seiten bemüßigt fühlt. Rund um die Beerdigung von Oma Häberle brodelt der ewige Streit einmal mehr auf. Und spitzt sich nochmals zu, als ein reicher Amerikaner die Oberrieslinger Kirche für sagenhafte fünf Millionen kaufen möchte. Angeblich als Geschenk für seine Mutter in den USA. Da es unter den jungen Leuten der beiden verfeindeten Dörfer skandalöserweise amouröse Verbindungen zu geben scheint, bleibt das unmoralische Angebot nicht lange geheim. Während die Oberrieslinger schnelles Geld wittern, ist für die Unterrieslinger klar: Die Kirche bleibt im Dorf! Die Zeichen stehen auf Sturm. Doch dann lässt das eine oder andere Geheimnis plötzlich alles in einem anderen Licht erscheinen. Und vielleicht gibt es ja sogar noch ein Happy End für das Oberrieslinger "Schneggle" Klara und den Unterrieslinger Jungschweinbauer Peter …
Ulrike Grotes Komödie aus dem Jahr 2012 war ein großer Kinoerfolg. Liebevoll nimmt sie die Eigenheiten der schwäbischen Seele auf die Schippe und erzählt nebenbei eine zutiefst schwäbische Romeo-und Julia-Variation. An der WLB kommt "Die Kirche bleibt im Dorf" mit ebenso zünftiger wie rockiger Livemusik zur Uraufführung.