Die Maus, die brüllte (DSE)

Leonard Wibberley, Christopher Sergel

Mitten in den französischen Alpen liegt das Herzogtum Groß Fenwick. Mit seinen 6000 Einwohnern und 40 Quadratkilometern ist es das kleinste Land der Welt. Zum Reichtum des Staates gehören eine bunte Schar Feldmäuse, ein Wasserfall und ein exzellenter Wein, mit dessen Verkauf sich das Land am Leben hält. Als ein kalifornischer Unternehmer ein billiges Imitat des Weines auf den Markt bringt, steht Groß Fenwick, ohnehin schon in finanzieller Not, vor dem Bankrott. Da hat die junge und in Regierungsfragen unerfahrene Herzogin Gloriana XII. die rettende Idee: Man werde den USA den Krieg erklären und diesen verlieren, um mit der Wiederaufbauhilfe der Amerikaner den eigenen Haushalt zu sanieren. Eine Handvoll Männer, ausgestattet mit mittelalterlichen Waffen und einem gecharterten Segelboot, stürmt die Vereinigten Staaten und erbeutet die mächtigste Waffe der Welt ...
Leonard Wibberleys 1955 erschienener Roman "Die Maus, die brüllte" übersetzt die Situation des Kalten Krieges und des drohenden atomaren Exodus in eine politische Farce. Er wurde 1959 mit Peter Sellers in einer Dreifachrolle verfilmt und 1963 von Christopher Sergel für das Theater bearbeitet. Der Regisseur Falk Rößler bringt den Stoff nun für die WLB erstmals auf eine deutsche Bühne.