Der Freischütz (UA)

Carsten Golbeck, Bernd Feuchtner
nach der Oper von Carl Maria von Weber, und Johann Friedrich Kind

Der Freischütz (UA)
Der Dreißigjährige Krieg ist vorbei. Max hat aus Liebe zu Agathe zur Jägerei gewechselt. Doch sein unzuverlässiges Jagdglück lässt ihn und Agathe verzweifeln, da er – so will es der Brauch – nur einen einzigen "Probeschuss" zugestanden bekommt, um sowohl Agathes Hand als auch die Erbförsterei zu erhalten, die ihn vor einem Leben in Armut bewahren würde. Agathe, die ohnmächtig ihrem Schicksal ergeben ist, wird zunehmend von der Angst vor einer möglichen Strafe Gottes geplagt. Und Kaspar, der sich im Krieg mit dem Bösen eingelassen hat, muss diesem binnen 24 Stunden ein Opferbringen, wenn er nicht selbst vom Teufel geholt werden will. Also verführt er den verzweifelten Max dazu, sich ebenfalls mit dem Bösen einzulassen. Zusammen machen sie sich auf zur verrufenen Wolfsschlucht, wo die Freikugeln gegossen werden sollen. Agathe ahnt im Traum die nahende Katastrophe.
Die Geschichte des Freischütz' geht auf Protokolle eines Prozesses von 1710 zurück: Vor Gericht stand ein junger Jäger, der sich mit dem Teufel eingelassen haben soll, um seine Kugeln auf das erwünschte Ziel zu lenken. Die Neufassung des Stoffes erzählt vor allem eine Geschichte über Unfreiheit und Angst als Auslöser einer Tragödie.
"Der Freischütz" entsteht in Kooperation mit dem Studiengang Opernschule der Musikhochschule Stuttgart.