Geschichten aus dem Katastrophenkoffer

Zum 80. Geburtstag von Ortrud Beginnen

Geschichten aus dem Katastrophenkoffer
„Die Tragödie der Musik in unserer Familie begann im Jahre 1904 mit Frieda.“ So beginnt die irrwitzige, wahre Katastrophen-Familienchronik von Ortrud Beginnen, die wie keine andere zu Lebzeiten deutsche Küchen-, Kunst- und Kitschlieder zur Kenntlichkeit zersungen und die Arien der verlorenen Heimat zerfetzt hat. Mit ihrer Schärfe, Poesie und „schrillen Ehrfurcht vor dem Schmerz und Glück des heldenhaften Würmchens Mensch“ ist sie ein Theaterwunderwesen gewesen. Zum 80. Geburtstag der 1999 verstorbenen Komödiantin und „Diva in Schräglage“ lesen Ensemblemitglieder aus ihrem autobiografischen Werk „Guck mal, schielt ja“, das mit einem Panoptikum unehelich geschwängerter Dienstmädchen, aufdringlicher Onkel und allerlei persönlicher und beruflicher Fehltritte zeigt, wie nahe Komik und Tragödie beieinanderliegen können. Private Bilder und O-Töne ergänzen das Portrait einer Künstlerin, die von sich selbst sagte: „Ich kann das, was ich sehr ernst meine, nur komisch ausdrücken“.

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