Die Überstunde

Seit Beginn der Spielzeit lädt das Ensemble der WLB das Publikum einmal im Monat herzlich ein zur „Überstunde“. Der Titel ist Programm: Nach Vorstellungen und Proben bringt das Ensemble eigene Texte, Lieder, Improvisationen oder Installationen auf die Bühne und zeigt, was sonst noch in ihm steckt. Der Eintritt ist frei.

Januar-Ausgabe: Das kurze Leben eines Popsongs
Man muss es wieder und wieder hören. Muss wirklich alles, was mitgesummt wird, ein paar hundert Jahre alt sein? Ein paar Takte Van Morrison als Ouvertüre, „ich weiß, Cole Porter ist besser als Madonna“. Und in „I’m like a bird“ klingt Nelly Furtado wie Rod Stewart mit enger Korsage. Die Songs werden seziert, nicht gemordet, reflektieren das Leben vor und nach dem Tod und die Brüchigkeit von Beziehungskisten. Pop von der Wiege bis zur Bahre, aber wenn ein dreiminütiger Popsong ein Wegwerfprodukt ist, „müssten wir dann auch nicht die Mondscheinsonate langsam satt haben?“. Ein kleiner musikalischer Abriss der Popgeschichte. In der Januar-Ausgabe liest und legt Antonio Lallo auf.

Februar-Ausgabe: Vom Elbufer an den Neckar – Gedichte und Geschichten aus Hamburg
Im Februar gewährt Daniel Großkämper Einblicke in seine Hamburger Lebens- und Schaffenszeit. Bevor er an die WLB kam, lebte und arbeitete er in der Großstadt an der Elbe. In dieser Zeit entstanden viele Texte: Lyrik, Prosa, Briefe – alles mit einer gepfefferten Prise norddeutschem Humor. Es geht um Bärte, verflossene Liebschaften und natürlich um Hamburg. Und die Frage: Was zieht ein eingefleischtes Nordlicht ins Schwabenländle?