Bergkristall

Adalbert Stifter

Bergkristall
Ein sagenumwobener Schneeberg trennt ein kleines Dorf von der nächstgelegenen Stadt. Da der Weg durch das Gebirge lang und beschwerlich ist, verirren sich die Menschen nur selten auf die jeweils andere Seite des Berges. Doch die "Dörfler" und "Städter" halten ohnehin nicht viel voneinander und beäugen sich mit großem Misstrauen. So haben es Konrad und seine kleine Schwester Sanna nicht gerade leicht: Denn mit einer Mutter, die aus der Stadt stammt, und einem Vater aus dem Dorf werden sie überall wie Fremde behandelt und sind nirgendwo richtig zu Hause. Als die Mutter eines Tages beschließt, das gemeinsame Haus im Dorf zu verlassen und zum Großvater zurück in die Stadt zu ziehen, nimmt das Leben von Konrad und Sanna eine neue Wendung. Fortan nehmen die Geschwister jeden Samstag den gefährlichen Weg über den Berg auf sich, um Mutter und Großvater zu besuchen. Und so sind sie auch an Heiligabend unterwegs, als sie auf einmal ein heftiges Unwetter überrascht. Immer tiefer geraten die beiden in den Schneesturm, bis sie die Orientierung verlieren und sich im Gebirge verirren. Doch dann stoßen Konrad und Sanna auf das Geheimnis des Schneeberges ...
Adalbert Stifters Erzählung "Bergkristall" handelt von einem großen Abenteuer zweier Geschwister und erzählt zugleich eine Geschichte über das Fremdsein und die Kraft des Zusammenhalts. Christian Schönfelder hat eine Fassung des österreichischen Klassikers für das Kindertheater geschrieben, die im Rahmen des Festivals "Kaas und Kappes" mit dem niederländisch-deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreis ausgezeichnet wurde.