Ein Kriegsspiel

Ein Kriegsspiel
Seit es Menschen gibt, töten sie einander. Liegt es in unserer Natur, dass wir uns gegenseitig an die Gurgel gehen? Oder sind es die Umstände, die uns dazu bringen Leben zu nehmen? Und gibt es nicht auch die guten Gründe, für die es sich lohnt zu schießen? Auch der Esslinger Gymnasiast Adolf Stadler hat getötet. Er ist achtzehn, als er 1916 pflichtbewusst in den Großen Krieg zieht. Man könnte meinen, er sei der durchschnittlichste aller Soldaten gewesen: Er marschiert, er schießt und am Ende ist er tot. Dazwischen schreibt er dutzende Briefe in die Heimat und langsam schleicht sich die Gewalt in seine Sprache, in sein Denken, seine Seele. Vielleicht blieb ihm nichts anderes übrig. Vielleicht mordete er aus Überzeugung, für die große Sache. Vielleicht ist der Mensch auch einfach eine Bestie.
Basierend auf Dokumenten, Briefen und allerhand Textschnipseln aus den letzten hundert Jahren erzählt „Ein Kriegsspiel“ von der Sinnsuche am Abgrund und der seltsamen Faszination von Krieg und Gewalt.