Wir sind die Neuen

Ralf Westhoff
in einer Bühnenfassung von Jürgen Popig

Wir sind die Neuen
Katerstimmung nach der letzten WG-Party: Die ehemalige Schleiereulenaktivistin Anne, der in die Jahre gekommene Frauenheld Eddi und Johannes, der Robin Hood unter den Rechtsanwälten, finden sich zwischen Rockmusik, leeren Rotweinflaschen und Rückenschmerzen wieder. 35 Jahre ist es her, dass sie in ihrer Studentenbude exzessive Feste feierten, sich Essen und Wählscheibentelefon teilten, auf Demos gingen und nebenbei studierten. Nun wagen sie das Experiment Wohngemeinschaft erneut – aus finanziellen Gründen, aber auch, um das Lebensgefühl der wilden Studentenzeit wieder aufleben zu lassen. Gar nicht so einfach mit Anfang sechzig. Da scheinen ihnen die jungen Nachbarn gerade recht zu kommen! Doch Katharina, Thorsten und Barbara von nebenan sind seltsam erwachsen. Die karriereorientierten Studenten machen schnell klar, dass sie kurz vor ihren Examen für nachbarschaftliche Gefallen, laute Musik oder Partys "keine Kapazitäten" frei haben. Mit voller Wucht prallen die unterschiedlichen Lebenswelten der beiden WGs aufeinander. Plötzlich finden sich Anne, Eddi und Johannes mitten in einem generationenübergreifenden Nachbarschaftskonflikt wieder, der sich gewaschen hat – bis die Jungen eines Tages hilfesuchend in ihrer Wohnung stehen …
In seiner Filmkomödie aus dem Jahr 2014 dreht Ralf Westhoff den herkömmlichen Generationenkonflikt gekonnt um. Humorvoll spielt er mit Klischees ohne dabei die Probleme der beiden Generationen außer Acht zu lassen. An der WLB ist "Wir sind die Neuen" in einer Bearbeitung für die Bühne von Jürgen Popig zu sehen.