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Fatima und der Traumdieb

Rafik Schami

Fatima und ihr Bruder Hassan leben allein mit der kranken Mutter. Da die Vorräte zur Neige gehen, zieht Hassan aus, um Arbeit zu suchen. Er gelangt an ein Schloss, dessen Besitzer ihm für eine Woche eine ganze Goldmünze zahlen will. „Aber“, stellt er zur Bedingung, „du darfst dich nicht ärgern. Sobald du zornig wirst, verlierst du deinen Lohn und wirst auch nie mehr träumen können.“ Auch das letzte der 101 Zimmer dürfe er nicht betreten. Tee bereiten, Teppiche ausklopfen, das Pferd pflegen – Hassan macht seine Sache gut, doch am letzten Tag benimmt sich der Herr anders als sonst: Er reizt und stichelt, bis Hassan wütend explodiert. Die Goldmünze ist dahin und Hassans Träume dazu, die der Schlossherr schillernd und flatternd als Schmetterling hoch oben im letzten Kämmerchen einsperrt. Zu Hause weckt seine Geschichte den Mut und den Einfallsreichtum seiner gewitzten Schwester. Fatima macht sich auf den Weg, die Träume zu befreien, und dem Herrn eine Lektion zu erteilen. Ein zauberhaftes syrisches Märchen nach Rafik Schami.